
Mikrobiom-Zahnpasta: Warum Probiotika und Enzyme die Zahnpflege verändern
Vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen: Auf immer mehr Zahnpasten steht neuerdings „Mikrobiom". Laut Google Trends sind die Suchanfragen nach „Mikrobiom Zahnpasta" in Deutschland innerhalb eines Jahres um rund 1.900 Prozent gestiegen, und „Mundflora aufbauen" gehört zu den meistgesuchten Fragen rund um Zahnpflege. Was steckt hinter diesem Begriff? Und warum sprechen plötzlich alle von Probiotika und Enzymen im Bad?
Eine Mikrobiom-Zahnpasta ist eine Zahnpflege, die das natürliche Gleichgewicht der Mundflora unterstützt, statt möglichst viele Bakterien zu entfernen. Dafür setzt sie auf milde Putzkörper und Tenside, auf Xylit und Hydroxylapatit und auf zwei Ideen, die die Zahnpflege gerade verändern: Probiotika beziehungsweise Postbiotika, die zu einem ausgeglichenen Mundmilieu beitragen, und Enzyme, die Beläge und Verfärbungen sanft lösen. Die Forschung dazu wächst jedes Jahr, die Effekte sind moderat und hängen vom jeweiligen Bakterienstamm ab. Studien zeigen – du entscheidest. Hier erfährst du, was hinter dem Trend steckt, was die Wissenschaft dazu sagt und wie du deine Mundflora im Alltag aufbaust.
In diesem Artikel
- Was ist eine Mikrobiom-Zahnpasta?
- Warum Bakterien im Mund nicht der Feind sind
- Wie verändern Probiotika die Zahnpflege?
- Postbiotika: warum wärmebehandelte Bakterien ins Zahnpulver gehören
- Was bringen Enzyme in der Zahnpflege?
- Fünf Dinge, die sich durch den Mikrobiom-Trend ändern
- Mundflora aufbauen: eine Routine, die dein Mikrobiom unterstützt
- Was wir ehrlicherweise noch nicht wissen
- Fragen, die uns dazu erreichen
Was ist eine Mikrobiom-Zahnpasta?
Eine Mikrobiom-Zahnpasta (oder ein Mikrobiom-Zahnpulver) ist ein Zahnpflegeprodukt, das die Mundflora schont und ihr Gleichgewicht unterstützt. Typische Bausteine sind milde Tenside wie Sodium Cocoyl Glutamate, Xylit, Hydroxylapatit, Präbiotika wie Akaziengummi, Probiotika oder Postbiotika sowie Enzyme. Der Begriff ist keine geschützte Kategorie. Er beschreibt eine Haltung: pflegen statt bekämpfen.
Dass gerade jetzt so viele darüber sprechen, hat einen Grund: Die Forschung hat in den letzten Jahren ihren Blick auf den Mund verändert. Statt zu fragen, wie man möglichst viele Bakterien loswird, fragt sie, welche Arten zu einem gesunden Mund gehören und wie man sie stärkt [2]. Der Markt zieht nach: Marktanalysten erwarten, dass sich der Markt für Mundmikrobiom-Produkte bis 2033 mehr als verdoppelt, und Postbiotika wachsen darin am schnellsten [1]. Immer mehr Menschen wollen eine Mundpflege, die vorbeugt statt nur zu reinigen, und die dabei umweltfreundlich bleibt. Das klingt sehr nach den Menschen, für die wir Dentafari machen.
Kurz gesagt: Die Zahnpflege bewegt sich weg vom Kampf gegen Bakterien, hin zur Pflege eines Ökosystems. Genau diesen Weg gehen wir seit unserem ersten Zahnpulver.
Warum Bakterien im Mund nicht der Feind sind
Weißt du, wie viele Bakterienarten in deinem Mund leben? Mehr als 700. Und die allermeisten arbeiten für dich. Sie puffern Säuren ab, sie wandeln Nitrat aus Gemüse in Nitrit um, das dein Körper für die Gefäße nutzt, und sie halten unerwünschte Keime klein, einfach indem sie da sind. Karies und gereiztes Zahnfleisch entstehen nach heutigem Verständnis nicht durch „Bakterien an sich", sondern wenn dieses Gleichgewicht kippt. Fachleute nennen das Dysbiose. Eine viel zitierte Übersichtsarbeit im Journal of Dental Research bringt es auf den Punkt: Moderne Mundpflege sollte die Arten fördern, die zu einem gesunden Mund gehören, statt alle zu entfernen [2].
Was passiert, wenn man es trotzdem tut, hat eine Studie der Universität Plymouth angeschaut [3]. 36 gesunde Erwachsene haben eine Woche lang zweimal täglich mit Chlorhexidin gespült. Danach war die Vielfalt im Mund geringer, der Speichel saurer, seine Pufferkapazität niedriger, und die nitratverarbeitenden Bakterien hatten deutlich abgenommen. Chlorhexidin hat seinen Platz, etwa für ein paar Tage nach einem Eingriff. Für die tägliche Pflege zeigt diese Studie vor allem eines: wie fein das Ökosystem Mund auf pauschale Eingriffe reagiert.
Das ist der wissenschaftliche Kern des Mikrobiom-Trends. Und er erklärt, warum so viele Menschen gerade nach Wegen suchen, ihre Mundflora wieder aufzubauen, statt sie zu bekämpfen.
Wie verändern Probiotika die Zahnpflege?
Orale Probiotika sind lebende Bakterienstämme, die im Mund wirken sollen, meist Laktobazillen oder Streptococcus salivarius. Die Forschung beschreibt drei Wege, wie sie das Mundmilieu beeinflussen: Sie besetzen Plätze an Zahn und Schleimhaut und nehmen unerwünschten Keimen die Nährstoffe weg, sie bilden Stoffe wie Bakteriozine, die das Wachstum einzelner Arten bremsen, und sie stehen im Austausch mit der Schleimhaut, die auf ihre Anwesenheit reagiert.
Wie gut ist das untersucht? Die größte Auswertung dazu fasst 50 randomisierte Studien mit über 3.200 Teilnehmenden zusammen, und sie zeigt ein gemischtes Bild [4]. Probiotika senkten die Zahl der Kariesbakterien, und dem Zahnfleisch ging es messbar besser. Ob tatsächlich weniger Karies entstand, ließ sich dagegen nicht belegen. Ein aktueller Umbrella-Review über elf Meta-Analysen kommt zu einem ähnlichen Schluss: moderate Effekte, dafür spürbar weniger Mundgeruch innerhalb weniger Wochen [5]. Zwei Beispiele, die mir hängen geblieben sind: Bei 72 Marinesoldaten verbesserten Lutschtabletten mit Lactobacillus reuteri nach sechs Wochen Zahnfleischbluten und Plaque, während es der Placebogruppe schlechter ging [6]. Und Streptococcus salivarius K12 sorgte für weniger von den Schwefelverbindungen, die Mundgeruch verursachen, vor allem wenn die Zunge vorher gereinigt wurde [7].
Wichtig für die Einordnung: „Probiotika" ist keine Wirkstoffklasse, sondern ein Sammelbegriff, und jedes Ergebnis gilt für genau den Stamm, der untersucht wurde. Lebende Kulturen haben in Zahnpasta außerdem ein sehr praktisches Problem: Wasser, Tenside und Lagerung überstehen sie schlecht. Genau hier setzt die nächste Entwicklung an.
| Begriff | Was es ist | Rolle in der Zahnpflege |
|---|---|---|
| Probiotika | Lebende Bakterienstämme in definierter Menge | Vor allem als Lutschtablette sinnvoll; in Zahnpasta schwer stabil zu halten |
| Präbiotika | Stoffe, die nützliche Bakterien als Nahrung nutzen, z. B. Akaziengummi oder Xylit | Unterstützen ein ausgewogenes Mundmilieu, stabil in jeder Rezeptur |
| Postbiotika | Wärmebehandelte, nicht mehr lebende Bakterien mit erhaltener Zellstruktur | Stabil in Zahnpulver und Zahnpasta, liefern das vollständige bakterielle Spektrum |
Postbiotika: warum wärmebehandelte Bakterien ins Zahnpulver gehören
Postbiotika sind, so die Definition der International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics, „Präparate aus inaktivierten Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen, die dem Wirt einen gesundheitlichen Nutzen bringen" [8]. Die Bakterien leben nicht mehr, aber ihre Zellwand und ihre Inhaltsstoffe bleiben weitgehend erhalten. Man könnte sagen: Die Bakterien sind nicht mehr da, aber alles, was sie mitgebracht haben, schon.
Warum das funktioniert, erklärt eine Übersichtsarbeit im International Journal of Molecular Sciences [9]. Bestandteile der Zellwand stehen mit der Schleimhaut in Kontakt, Oberflächenproteine stützen die Barriere der Schleimhaut, und viele bakterielle Stoffe bleiben bis etwa 100 °C stabil. Das macht Postbiotika alltagstauglich: kein Kühlschrank, keine Sorge um die Haltbarkeit im Badezimmer, keine Übertragung von Resistenzgenen. In einer kleinen randomisierten Studie nahmen 36 Menschen in der zahnärztlichen Nachsorge zwölf Wochen lang täglich einen wärmebehandelten Lactobacillus-plantarum-Stamm ein, und ihrem Zahnfleisch ging es danach messbar besser als unter Placebo [10]. Diese Daten gelten für den dort untersuchten Stamm und lassen sich nicht auf andere übertragen. Studien zeigen – du entscheidest.
Bei Dentafari nutzen wir das Prinzip der Wärmebehandlung mit dem TrueBiotic™-System. Ein isolierter Stamm, Lactobacillus plantarum HEAL19, wird schonend wärmebehandelt, sodass die Bakterienstruktur nahezu vollständig erhalten bleibt. In der Inhaltsstoffliste findest du ihn als „Lactobacillus Ferment", gebunden an Akaziengummi (Acacia Senegal Gum), das zugleich präbiotisch wirkt. Das Probiotikum ist COSMOS-zertifiziert, liefert ein vollständiges bakterielles Spektrum, ist stabil durch Wärmebehandlung, also ohne lebende Kulturen, und unterstützt die natürliche Balance der Mundflora. Es steckt in unseren beiden Sensitive-Sorten Soothing Mint und Orange-Mandarine. In Pulverform, damit du liest, was drin ist.
Sanfte Pflege für empfindliche Zähne: Hydroxylapatit unterstützt die natürliche Remineralisierung des Zahnschmelzes, Xylit trägt zu einem ausgewogenen Mundmilieu bei, und das TrueBiotic™-Postbiotikum (Lactobacillus plantarum HEAL19) unterstützt die natürliche Balance der Mundflora. Geringe Abrasivität, keine Nano-Partikel. Mineralisch · Pflanzlich · Nachfüllbar · Made in Germany.
Was bringen Enzyme in der Zahnpflege?
Enzyme sind das zweite Standbein der Mikrobiom-Zahnpflege, und sie arbeiten ganz anders als ein Desinfektionsmittel. Sie töten nicht, sie zerlegen. Sie lockern die Klebematrix des Biofilms, ergänzen Systeme, die dein Speichel ohnehin nutzt, oder lösen die Eiweißschicht, an der sich Verfärbungen festsetzen. Drei Ansätze werden in der Forschung beschrieben.
Da sind zum einen die Speichel-Enzyme wie Lactoperoxidase, Glucoseoxidase und Lysozym. Dein Speichel bildet sie selbst, manche Zahnpasten ergänzen sie. Nach gut drei Monaten mit einer solchen Enzym-Protein-Zahnpasta sah die Plaque von 111 Studienteilnehmenden im Labor anders aus: mehr von den Arten, die zu einem gesunden Mund gehören, weniger von denen, die mit Zahnfleischproblemen in Verbindung gebracht werden [12]. Eine 26-wöchige Studie mit 251 Teilnehmenden fand in der Enzym-Gruppe deutlich mehr Zahnfleischstellen, die nicht mehr bluteten [13].
Dann gibt es Enzyme, die die Matrix des Biofilms abbauen, etwa Mutanase, Dextranase und Glucanase. Sie greifen die Zuckerketten an, mit denen Bakterien ihren Biofilm zusammenkleben. Im Speichel-Biofilmmodell verhinderte Mutanase über 90 Prozent der Biofilmbildung und löste bis zu 73 Prozent bereits vorhandener Biofilme [14].
Und schließlich die pflanzlichen Enzyme, die du vielleicht schon aus der Küche kennst: Papain aus der Papaya und Bromelain aus der Ananas. In einer randomisierten Studie verbesserten sich Plaque- und Zahnfleischwerte mit einer Papain-Bromelain-Zahnpasta nach einem Monat gegenüber der Kontrollgruppe; die Rezeptur dort enthielt zusätzlich Miswak und Neem [15]. Papain und Bromelain werden dafür geschätzt, proteinbasierte Beläge sanft zu lösen, an denen sich Verfärbungen von Kaffee, Tee oder Rotwein anlagern. In unserer Sorte Crisp Mint arbeiten die beiden als Fruchtenzym-Duo; wie genau, erzählen wir im Artikel „Enzyme in der Zahnpflege: Papain und Bromelain erklärt".
Der gemeinsame Nenner aller drei Ansätze: Enzyme arbeiten selektiv. Sie schwächen die Struktur der Plaque, statt das ganze Mikrobiom zu überrollen.
Fünf Dinge, die sich durch den Mikrobiom-Trend ändern
- Von „antibakteriell" zu „Balance". Immer mehr Forschung fragt nicht mehr, wie viele Bakterien man entfernt, sondern welche man stärkt. Forschung an gezielt wirkenden Inhaltsstoffen, Enzym-Zahnpasten und Postbiotika zeigen alle in dieselbe Richtung.
- Der Stamm zählt, nicht das Wort „Probiotika". Wer sich für das Thema interessiert, fragt inzwischen: Welcher Stamm genau? In welcher Form? Mit welcher Datenlage? Hersteller, die einen isolierten, deklarierten Stamm nennen und das Prinzip erklären, bekommen Vertrauen. Natürliche Inhaltsstoffe, die du lesen kannst.
- Postbiotika lösen lebende Kulturen in der Zahnpflege ab. Lebende Bakterien funktionieren in Lutschtabletten. In Zahnpasta oder Zahnpulver sind wärmebehandelte Postbiotika die stabile Lösung, und laut Marktanalysen das am schnellsten wachsende Segment.
- Die mineralische Basis heißt Hydroxylapatit plus Xylit. Hydroxylapatit ist das Mineral, aus dem dein Zahnschmelz zu rund 97 Prozent besteht; es unterstützt die natürliche Remineralisierung des Zahnschmelzes. Xylit können Bakterien nicht verwerten, es unterstützt ein ausgewogenes Mundmilieu. Wir geben dir zurück, woraus deine Zähne bereits bestehen. Wie du Fluorid für dich bewertest, entscheidest du selbst; die Studienlage haben wir im Artikel „Hydroxylapatit oder Fluorid?" zusammengetragen.
- Nachhaltigkeit gehört dazu. Wer sich für mikrobiomfreundliche Zahnpflege interessiert, schaut meistens auch auf die Verpackung. Der Mikrobiom-Ansatz passt dazu: milde Rezepturen, wenige Inhaltsstoffe, und im Fall von Zahnpulver ein Refill-Beutel und ein Braunglas-Tiegel, der bleibt. Was gut für deinen Körper ist, ist gut für den Planeten.
| Frage | Antibakterieller Ansatz | Mikrobiom-Ansatz |
|---|---|---|
| Was ist das Ziel? | Bakterienzahl senken | Gleichgewicht der Mundflora unterstützen |
| Typische Inhaltsstoffe | Chlorhexidin, CPC | Postbiotika, Präbiotika, Enzyme, Xylit, Hydroxylapatit, milde Tenside |
| Wann sinnvoll? | Zeitlich begrenzt, z. B. nach einem Eingriff | Täglich, langfristig |
| Datenlage | Umfangreich, Nebenwirkungen beschrieben | Wachsend, moderat, stamm- und produktabhängig |
Mundflora aufbauen: eine Routine, die dein Mikrobiom unterstützt
Nach Antibiotika, nach einer Chlorhexidin-Phase oder einfach, weil sich der Mund anders anfühlt: „Wie baue ich meine Mundflora wieder auf?" ist die Frage, die uns am häufigsten erreicht. Die ehrliche Antwort: mit einer Routine, die unspektakulär ist und dafür verlässlich.
- Zweimal täglich mechanisch reinigen. Zahnbürste und Interdentalbürsten oder Zahnseide bleiben die Basis. Kein Probiotikum ersetzt das Putzen.
- Ein mikrobiomfreundliches Zahnpulver oder eine milde Zahnpasta wählen, mit milden Tensiden, Xylit, Hydroxylapatit und idealerweise Postbiotika. Zahnpulver mit einem Hauch Wasser auf der Bürste anrühren und sanft putzen.
- Zunge reinigen. Der Zungenbelag ist das Hauptreservoir für Mundgeruch. Studien zu Streptococcus salivarius K12 zeigen, dass Probiotika bei Mundgeruch vor allem dann wirken, wenn die Zunge vorher gereinigt wurde.
- Antibakterielle Spülungen nur gezielt einsetzen. Chlorhexidin ist ein Werkzeug für begrenzte Zeit, etwa nach einem Eingriff. Danach braucht die Mundflora Zeit und Unterstützung.
- Das Mikrobiom füttern. Nitratreiche Lebensmittel wie Rucola, Spinat und Rote Bete versorgen nützliche Bakterien; häufige Zuckerimpulse begünstigen die säurebildenden Arten. Xylit-Kaugummi nach dem Essen unterstützt ein neutrales Milieu.
- Geduld haben. Studien berichten erste messbare Veränderungen nach einigen Wochen; das Mikrobiom stabilisiert sich über Monate. Zwei Minuten am Morgen, zwei am Abend, und dann lassen.
Für Familien gilt das Gleiche, nur mit weniger Menthol. Als der Sohn der Gründerin in seinen ersten Jahren Karies bekam, hieß es, das sei eben so. Alena wollte verstehen, warum – und fand Antworten, die in keinem Badezimmerschrank standen. Aus dieser Suche ist Dentafari geworden. Eine fruchtige Sorte für Kinder ab drei Jahren gehört seit dem ersten Tag dazu.
Fruchtig-mild ab drei Jahren: Hydroxylapatit unterstützt die natürliche Remineralisierung des Zahnschmelzes, Xylit trägt zu einem ausgewogenen Mundmilieu bei, das TrueBiotic™-Postbiotikum unterstützt die natürliche Balance der Mundflora. Keine Nano-Partikel. Mineralisch · Pflanzlich · Nachfüllbar · Made in Germany. Schön, wenn die ganze Familie dieselbe Routine teilt.
Was wir ehrlicherweise noch nicht wissen
Zu einer Marke, die auf Studien baut, gehört auch, ihre Grenzen zu benennen. Die Evidenz für orale Probiotika ist vielversprechend, aber nicht abgeschlossen. Ein kritischer Review fand in den meisten Studien nur kleine Unterschiede beim Zahnfleisch, und die Effekte ließen nach einigen Monaten häufig nach [11]. Viele Studien messen Laborwerte wie Bakterienzahlen statt dessen, was dich wirklich interessiert. Und Ergebnisse lassen sich nicht von einem Stamm auf einen anderen übertragen.
Für unser Postbiotikum gilt deshalb dieselbe Ehrlichkeit: Es unterstützt die natürliche Balance der Mundflora und trägt zu einem ausgeglichenen Mundmilieu bei. Es ist kein Medizinprodukt. Wenn dein Zahnfleisch dauerhaft blutet, du Schmerzen hast oder Mundgeruch nicht weggeht, gehört das in zahnärztliche Hände. Eine gute Zahnpflege ist die Ergänzung dazu, nicht der Ersatz.
Warum wir den Trend trotzdem für berechtigt halten, zeigt das Gesamtbild: Die Mechanismen sind biologisch plausibel, die Datenlage wächst jedes Jahr, pauschale antibakterielle Strategien haben dokumentierte Nebenwirkungen, und Enzyme, Xylit und Hydroxylapatit sind gut untersucht. Mikrobiom-Zahnpflege ist kein Wundermittel. Sie ist eine Haltung, die die Forschung zunehmend teilt.
Fragen, die uns dazu erreichen
Was ist der Unterschied zwischen Probiotika und Postbiotika in der Zahnpflege?
Probiotika sind lebende Bakterien, die sich im Mund ansiedeln sollen; sie funktionieren vor allem in Lutschtabletten. Postbiotika sind wärmebehandelte, nicht mehr lebensfähige Bakterien mit erhaltener Zellstruktur. Sie liefern das vollständige bakterielle Spektrum, bleiben in Zahnpasta und Zahnpulver stabil und brauchen keine Kühlung.
Helfen orale Probiotika gegen Mundgeruch?
Teilweise ja, am besten in Kombination mit Zungenreinigung. Studien mit Streptococcus salivarius K12 zeigen weniger flüchtige Schwefelverbindungen, und ein Umbrella-Review von 2026 bestätigt eine spürbare Verbesserung innerhalb weniger Wochen. Bei anhaltendem Mundgeruch gehört die Ursache in zahnärztliche Hände.
Enthält eine Mikrobiom-Zahnpasta Fluorid?
Das hängt vom Produkt ab. Manche kombinieren Postbiotika mit Fluorid, andere setzen auf Hydroxylapatit, das Mineral, aus dem Zahnschmelz besteht, und Xylit. Dentafari nutzt Hydroxylapatit und Xylit. Studien zeigen Unterschiedliches – du entscheidest; die Datenlage findest du im Artikel „Hydroxylapatit oder Fluorid?".
Wie lange dauert es, bis orale Probiotika wirken?
Studien zu oralen Probiotika berichten erste messbare Veränderungen meist nach mehreren Wochen täglicher Anwendung. Wie es bei dir ist, hängt von Stamm, Produkt und Routine ab; weil Effekte nach dem Absetzen nachlassen, ist die dauerhafte Anwendung sinnvoll.
Ist Chlorhexidin-Mundspülung schlecht für die Mundflora?
Chlorhexidin reduziert innerhalb einer Woche die bakterielle Vielfalt, senkt den Speichel-pH und verringert nitratreduzierende Bakterien. Es ist ein wirksames Mittel für begrenzte Zeit, etwa nach einem Eingriff, und nicht für die Dauerpflege gedacht.
Sind Mikrobiom-Zahnpasten für Kinder geeignet?
Das hängt von der Formulierung ab. Unsere Sorte Orange-Mandarine ist für Kinder ab drei Jahren gedacht: mild und fruchtig, mit Hydroxylapatit, Xylit und Postbiotikum. Kinder putzen wie immer unter Aufsicht.
Zahnpflege, die mit deinem Körper arbeitet
Probiotika und Enzyme verändern die Zahnpflege, weil sie ein altes Denkmuster ablösen: Nicht die Bakterien sind das Problem, sondern das Ungleichgewicht. Mit Hydroxylapatit, Xylit und dem TrueBiotic™-Postbiotikum bringen wir diesen Gedanken in ein Zahnpulver im Refill-Beutel, hergestellt in Deutschland mit Solarstrom, von der wb daily care GmbH in Stahnsdorf bei Berlin. Gönn dir zwei Minuten nur für dich. Und schau, wie sich Zahnpflege anfühlt, die mit deinem Körper arbeitet statt gegen ihn.
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Jetzt entdecken →Quellen
- Grand View Research: Oral Microbiome Products Market Report. https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/oral-microbiome-products-market-report
- Rosier BT, Marsh PD, Mira A (2018): Resilience of the Oral Microbiota in Health. J Dent Res 97(4):371–380. https://doi.org/10.1177/0022034517742139
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- Google Trends Deutschland, letzte 12 Monate (abgerufen 10.09.2026): „Mikrobiom Zahnpasta" (+1.900 % als aufsteigende Suchanfrage zu „Mikrobiom"), „Mundflora aufbauen".
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