
Titandioxid in Zahnpasta: Ist der umstrittene Weißmacher gefährlich?
Titandioxid sorgt für strahlend weiße Zahnpasta – doch seit dem EU-weiten Verbot in Lebensmitteln 2022 stellen sich viele die Frage: Ist der Stoff auch in Zahnpasta bedenklich? Während Titandioxid laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vermutlich das Erbgut schädigen und folglich krebserregend sein kann, bleibt es in Kosmetika wie Zahnpasta weiterhin erlaubt. Doch die Diskussion läuft.
Was ist Titandioxid und warum ist es in Zahnpasta?
Titandioxid (auch bekannt als CI 77891 oder Titanium Dioxide) ist ein weißes mineralisches Farbpigment, das Zahnpasta ihre charakteristische weiße Farbe verleiht. Einen gesundheitlichen Nutzen für die Zahnpflege hat der Zusatzstoff nicht – es handelt sich um einen rein kosmetischen Effekt.
So erkennst du Titandioxid in der Zahnpasta: CI 77891 oder Titanium Dioxide in der Inhaltsstoffliste.
Warum wurde Titandioxid in Lebensmitteln verboten?
Im Jahr 2021 kam die EFSA nach Auswertung von über 12.000 wissenschaftlichen Studien zu einem besorgniserregenden Ergebnis: Titandioxid kann vermutlich das Erbgut schädigen und folglich krebserregend sein. Seit August 2022 darf es in der EU nicht mehr in Lebensmitteln verwendet werden – das betrifft Kaugummis, Süßigkeiten, Backwaren, Suppen und Saucen.
Ist Titandioxid in Zahnpasta gefährlich?
Die Frage ist komplex. Die offizielle Position des Bundesinstituts für Risikobewertung: „Derzeit gibt es noch keine Hinweise, dass Titandioxid in kosmetischen Produkten wie Zahnpasta gesundheitsschädlich ist.“
Gleichzeitig stehen Fragen im Raum: Titandioxid steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen – dafür muss der Stoff in den Körper gelangen. Beim Zähneputzen ist das Verschlucken kleiner Mengen möglich. Die Langzeitfolgen sind nicht abschließend erforscht. Besonders kritisch: Partikel in Nanogröße.
Der Wissenschaftliche Ausschuss Verbrauchersicherheit (SCCS) bei der EU-Kommission hat eine neue Bewertung vorgenommen: Eine erbgutverändernde Wirkung in oral aufgenommenen Kosmetikprodukten kann laut dieser Bewertung nicht ausgeschlossen werden.
Aktuelle Entwicklungen: Kommt ein Verbot für Zahnpasta?
Die EU diskutiert intensiv über die Zukunft von Titandioxid in Kosmetika. Viele Hersteller haben bereits auf den öffentlichen Druck reagiert und verzichten freiwillig auf den Inhaltsstoff.
Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert ein Verbot auch in kosmetischen Mitteln. Eine Untersuchung von ÖKO-TEST an 48 Zahnpasten ergab: Etwa ein Drittel der getesteten Produkte enthält noch immer Titandioxid.
Was du tun kannst
Schau auf die Verpackung deiner Zahnpasta. Steht dort CI 77891 oder Titanium Dioxide? Dann enthält das Produkt Titandioxid. Es gibt viele Zahnpasten und Zahnpulver ohne diesen Zusatzstoff.
Eine natürliche Alternative: Hydroxylapatit-Zahnpulver
Während die Diskussion um Titandioxid läuft, suchen immer mehr Menschen nach Alternativen. Hydroxylapatit (HAp) ist ein körpereigener Stoff – das Mineral, aus dem Zahnschmelz besteht. Unser Zahnpulver verbindet Hydroxylapatit mit pflanzlichen Enzymen und Xylit – ganz ohne Titandioxid, ohne SLS und ohne synthetische Schaumbildner.
Hydroxylapatit unterstützt die natürliche Remineralisierung des Zahnschmelzes, ist mit seiner geringen Abrasivität schonend für empfindliche Zähne und sorgt durch Oberflächenglättung für ein natürlich weißeres Erscheinungsbild.
Titandioxid ist in Zahnpasta derzeit erlaubt. Die Diskussion auf EU-Ebene läuft. Studien zeigen – du entscheidest, was zu dir passt.
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Quellen
- Verbraucherzentrale Hamburg: Titandioxid: Bald auch in Zahnpasta verboten? (2025)
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Ist Titandioxid krebserregend? (2024)
- ÖKO-TEST: Zahnpasta-Test: Immer noch Titandioxid in 13 von 48 Zahncremes (2024)
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Titandioxid – gibt es gesundheitliche Risiken? (2025)
- EU-Kommission: SCCS Scientific Opinion (2023)
Hinweis: Dieser Blogbeitrag dient der Information und ersetzt keine zahnärztliche Beratung.





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